Ironman 70.3 St. Pölten - Bestzeitjagd

Ein erster Ausflug 2019 des LC basecamp TRI ;)

Martin und ich haben uns Freitags auf den Weg nach St. Pölten gemacht. Das erste Saisonhighlight stand auf dem Programm, mit einer ganz klaren Zielsetzung. Persönliche Rekorde sollten fallen!

Bequem in einer Unterkunft in St. Pölten untergebracht, ließ sich alles, was zu Hause vergessen wurde auch noch zeitgerecht organisieren. Unter anderem die Gels ;) Samstag stand noch eine kleine Radausfahrt mit Minikoppellauf am Programm und ein anschließendes Probeschwimmen im See bei 15,9 Grad. Sehr frisch, was bei mir zu Schlappatmung führte und mir ordentlich Respekt einflößte.

Am Sonntag, Wecker 4:00 Uhr, Frühstück und Aufbruch zum Eventgelände, das nebenbei bemerkt, perfekt für eine Veranstaltung dieser Art ist. Kurze Wege und alles an Infrastruktur was benötigt wird. Wie alle Ironman Veranstaltungen organisiert vom Feinsten.

Nochmal kurz zum Bike, Luft aufpumpen und checken ob alles dort ist wo es sein soll. Und schon gehts Richtung Start. Einschwimmen ist nicht, wer will schon dann 1 Stunde oder so im nassen Neopren warten bis es losgeht, deshalb muss eine 1,5 Liter Flasche Wasser herhalten, mit der kurz vor dem Start der Neo geflutet wird um den ersten Kälteschock hinter sich zu haben.

Martin ist in einer Startgruppe vor mir, also verabschiedet er sich nach dem Motto - wir sehen uns im Ziel! Insgeheim hoffe ich aber das ich ihn schon früher wieder treffen werde ;)

Schwimmen geht für meinen Teil gut, Martin seines noch besser wie sich später herausstellen wird. Top Zeit beim Schwimmen für Martin. Bei traumhaften Sommerwetter und Temperaturen gehts mit dem Rad die ersten 25 km auf der gesperrten Autobahn dahin, sooooo der Hammer!!! Später durch die Wachau, Martin schwärmt von Stift Melk und sonst noch welchen Sehenswürdigkeiten, ich habe nur Augen für meinen Tacho. Von Stift Melk hab ich nichts mitbekommen. Martin hat somit sein Startgeld deutlich besser ausgenutzt wie ich. :) Lediglich der Wind trübt etwas die Performance, aber trotzdem haben wir gute Radsplits hingelegt.

Am Ende der Bikestrecke, ca. 3 oder 5 km vor Ziel kann ich zu Martin aufschließen, in der Wechselzone überholt er mich wieder retour. Hab mich bei ihm schon zum Wechselzonentraining angemeldet, da ist er einfach flink!

Laufen bei ca. 26 Grad auf 2 Runden durch St. Pölten. Nach 0,5 km habe ich ihn wieder den Martin ... und jetzt sagt er es wieder .. sehen uns ihm Ziel ... jetzt hoffe ich dass er Recht hat! Die erste Runde geht noch gut, dann aber wieder mal etwas Seitenstechen und das Tempo fällt ab, die Km Zeiten sind aber noch bei 4:45 bis 4:50. Es wird also, wenn das System nicht total kolabiert eine recht ansprechende Halbmarathonzeit werden.

Die letzten KM mit der kleinen Steigung am Schluß heißt es nochmal Zähne zusammenbeißen und rauf, Martin erzählt mir später dass er, wenn er nicht gewußt hätte das es dann nur mehr 300 m ins Ziel sind, die Steigung hochgegangen wäre, so am Ende seiner Kräfte war er. Mir gings gleich, es zählt da nur mehr endlich ins Ziel zu kommen, die Zeit ist zu diesen Zeitpunkt zweitranging. ABER: trotzdem kommt beim Zieldurchlauf der Blick auf die Uhr und die sagt bei mir 4 Stunden 50 Minuten 55 Sekunden und bei Martin 5 Stunden 10 Minuten 59 Sekunden. Martin hat bei diesem 70.3 die 3. schnellste HM Zeit hingelegt die er jemals gelaufen ist und das nach 1,9 km Schwimmen und 90 km Radfahren.

Hier noch die Fakten:

Martin:
1,9 km Schwimmen: 34:01
T1: 4:42
Bike 90 km: 2:42:15
T2: 3:04
21,1 Run: 1:46:58
Total: 5:10:59

René:
1,9 km Schwimmen: 35:26
T1: 3:47
Bike 90 km: 2:32:14
T2: 3:33
21,1 Run: 1:35:57
Total: 4:50:55

Einfach ein Hammer solche Events mit Gleichgesinnten zu verbringen, wir würden uns freuen wenn wir die Begeisterung bei manch einem Vereinskollegen wecken könnten.

 

Hier das ganze Video vom IM: Martin läuft bei Racetime 5:52:28 ins Ziel und ich bei 5:41:46 und dann kann man mich a bissl leiden sehen ;)